Mission: den Schritt wagen…

Donnerstag, 29.06.2017

Wir hof­fen auf Jesus und auf alles was er ist…

Seit ich 16 Jahre alt war glaubte ich immer zu wis­sen, dass Gott mich ein­mal rufen wird um in Über­see zu arbei­ten. Bei jeder Mög­lich­keit, die sich mir bot, ging ich wäh­rend den Schul­fe­rien oder den jähr­li­chen Ferien auf Kurz­zeit­ein­sätze. Wohin es ging, spielte für mich nicht so eine grosse Rolle; viel­mehr hatte ich die­ses Bren­nen in mei­nem Her­zen ‘Geh raus’ – und die­ses Bren­nen nahm ste­tig zu.

Vie­len von uns machen Schwie­rig­kei­ten im Leben einen dicken Strich durch die Rech­nung. In mei­nem Leben gab es auch sehr schwie­rige und trau­rige Momente. Über Nacht sah mein Leben plötz­lich anders aus. Wäh­rend den nächs­ten paar Jah­ren hielt ich mich ein­fach an Gott und an sei­nen Ver­heis­sun­gen fest, die er mir gege­ben hat.
Dann vor eini­gen Jah­ren begann Gott wie­der mit mir über die­ses Bren­nen in mei­nem Her­zen zu spre­chen. Durch ver­schie­dene Bezie­hun­gen wurde plötz­lich der Liba­non ein Thema in mei­nem Leben und nach eini­gen Rei­sen dort­hin, machte Gott mir deut­lich, dass dies sein Rei­se­ziel für mich ist.

Im Novem­ber 2015 wagte ich den Schritt. Ich wusste um Got­tes Reden, mein Herz war auf­ge­wühlt und ich liess mich noch tie­fer auf Gott ein. Viel­leicht denkst du jetzt, dies ist nicht gerade ein schö­ner Ort um hin­zu­zie­hen; In Bei­rut stinkts zeit­weise vom vie­len Müll, nir­gends fin­dest du Ruhe und die Spra­che ist sehr schwie­rig. Aber nicht eine die­ser her­aus­for­dern­den Bege­ben­hei­ten kann mir die rie­sige Freude neh­men, dass ich weiss, dass ich genau da bin wo Gott mich hin sandte. Plötz­lich fand ich mich im Her­zen der gan­zen syri­schen Flücht­lings­krise. Mitt­ler­weile besteht ein Drit­tel der Bevöl­ke­rung aus syri­schen Flücht­lin­gen, die ihr Zuhause ver­las­sen muss­ten und nur mit eini­gen weni­gen Klei­dern als ihrem Hab und Gut im Liba­non anka­men. Sie erhal­ten Pla­nen und Holz, müs­sen ihre Unter­kunft sel­ber bauen und ihr Leben von Null auf wie­der­auf­bauen. Ich darf Teil eines Teams sein, wel­ches sich zu die­sen Flücht­lin­gen setzt, ihren Geschich­ten lauscht, mit ihnen anbe­tet und die Bibel liest.
Zusätz­lich inves­tiere ich meine Zeit auch in Stu­den­ten mit mus­li­mi­schen Back­ground in Bei­rut. Junge Men­schen, die Jesus lie­ben lern­ten und ihre Geschichte mit ihren Freun­den tei­len möch­ten. Ich habe das grosse Pri­vi­leg mit eini­gen aus­ser­or­dent­li­chen Män­nern und Frauen zusam­men zu arbei­ten, die Gebets­räume mit­ten im Stu­den­ten­vier­tel von Bei­rut orga­ni­sie­ren. Die Vision ist, dass wir eine Gebets­be­we­gung unter den Stu­den­ten för­dern und multiplizieren.

Ich weiss, ich bin genau da wo Gott mich hin geru­fen hat!

Ich glaube, dass Gott die­sen Stu­den­ten hier Hei­lung und auch einen Sinn ins Leben brin­gen möchte. Stu­den­ten, die in einer her­aus­for­dern­den Umge­bung auf­wach­sen, wo Familien-​und Sozi­al­ge­füge sehr zer­brech­lich sind.

Wäh­rend den letz­ten Jah­ren hat Gott immer wie­der zu mir gespro­chen, dass sich die Wahr­neh­mung von Hoff­nung in den Men­schen ver­än­dern sollte. Viel Dreck wurde auf mich geschmis­sen – aber aus sei­ner genia­len Gnade her­aus, kann ich heute meine Erfah­run­gen tei­len. Mit vie­len Men­schen kann ich über Got­tes gnä­dige Hei­lung und seine Befrei­ung spre­chen. Ich weiss aus mei­nem Leben her­aus, dass Gott hier der glei­che ist und er will seine kraft­volle Hei­lung und sei­nen Frie­den bringen.

Mein Herz brennt dafür diese leben­dige Hoff­nung zu tei­len, damit, wenn alle welt­li­chen Dinge um uns aus­ein­an­der­fal­len, wir nicht in den Abgrund fal­len – wir hof­fen auf Jesus und auf alles was er ist. Unsere Lebens­li­nie und der ein­zige Weg. Dazu sind wir ein­ge­la­den unsere Hoff­nung zu set­zen und das ist, was uns rettet.

Die­sen Som­mer kannst du Teil eines Mis­si­ons­teams sein, das den Stu­den­ten in Bei­rut dient: www​.24​-7prayer​.com/​m​i​s​s​i​o​n​teams

(Die­ser Blog wurde ori­gi­nal auf der UK Web­seite veröffentlicht)

Rebecca kommt ursprüng­lich aus Kent, lebt momen­tan im Liba­non und arbei­tet unter liba­ne­si­schen und syri­schen Flücht­lin­gen. Sie inves­tiert sich lei­den­schaft­lich gegen Men­schen­han­del und für die Gerech­tig­keit der Opfer, wühlt gerne das ‘König­reich’ auf und enga­giert sich in alles was irgend­wie mit Essen zu tun hat.