Kingdom Come Night Rückblick

Montag, 02.10.2017

Was unter­schei­det eine King­dom Come Night von einer Jamsession?

Eine Gruppe von acht Top-​Musikern sit­zen im Kreis und alle geben ihr Bes­tes an ihrem Instru­ment. Gewohnte und bewährte Klänge, aber auch expe­ri­men­telle Sounds haben Platz und wer­den raf­fi­niert ein­ge­setzt. Rund herum ste­hen Leute die mit­klat­schen und sin­gen oder ein­fach zuhö­ren und sich an der guten Musik erfreuen. Alle haben sicht­lich Spass und haben eine gute Zeit …

Es gibt ver­schie­dene Wege wie man diese Szene inter­pre­tie­ren kann. Ein Stras­sen­kon­zert viel­leicht? Oder eine Jam­ses­sion von einer Hand voll guter Musi­ker? Oder eben eine King­dom Come Night.

Schon von der ers­ten Minute an liess ich mich von der Begeis­te­rung und Lei­den­schaft und der genia­len Musik ein­neh­men. Die Freude sprang sofort über und ich klatschte mit und liess mich gerne von neuen Ele­men­ten über­ra­schen. Bis mich diese eine Frage über­kam und nicht mehr los­liess: Was unter­schei­det denn eine King­dom Come Night von einer Jam­ses­sion oder einem Stras­sen­kon­zert? (Abge­se­hen davon dass es nicht draus­sen ist;-))
Ober­fläch­lich betrach­tet schien es iden­tisch zu sein und ich fand keine schnelle zufrie­den­stel­lende Ant­wort. Ja, es geht um Jesus, aber wie äus­sert sich das kon­kret? Je län­ger der Abend dau­erte, wurde mir bewusst, dass der Name Pro­gramm ist. Es geht um mehr als um gute Musik. Es geht darum, Got­tes König­reich auf die­ser Welt zu sehen. Wie bereits im „Vater Unser“ die Sehn­sucht zum Aus­druck kommt: „Dein Wille geschehe wie im Him­mel so auf Erden“. Aber wie soll das kon­kret aus­se­hen? Ist es ein Gebets-​Abend? Oder eher ein Worship-​Abend? Es ist kei­nes von bei­dem oder eben bei­des zusam­men, und noch viel mehr. Es wer­den keine bekann­ten Worship-​Songs gesun­gen, und doch wird Gott mit Wor­ten und Lie­dern ange­be­tet. Es wird auch nicht fest­ge­legt wofür man beten soll, und doch wird für Vie­les gebe­tet. Es wird ein Raum geschaf­fen, wo Gott die Rich­tung ange­ben kann. So kann es vor­kom­men, dass alle still vor Gott sind oder dass aus vol­ler Kehle ange­be­tet wird. Oft wer­den Ein­drü­cke und Bibel­verse geteilt, wel­che das Gebet wie auch die Anbe­tung in ganz uner­war­tete Rich­tun­gen len­ken.
In Allem geht es eben nicht darum, den per­fekt durch­ge­plan­ten Abend zu haben. Es ist eine Zeit der Frei­heit, wo Gott reden und lei­ten kann. Wo bewusst die Span­nung der Stille aus­ge­hal­ten wird um sich von Gott mit jedem Ton und Impuls lei­ten zu las­sen.
Für mich war am Ende des Abends glas­klar, dass ein gewal­ti­ger Unter­schied zwi­schen einer Jam­ses­sion und einer King­dom Come Night besteht. Gott hat die Lei­tung und führt an Orte die man nicht pla­nen kann aber die sicht– und spür­bar machen was es heisst, wenn Got­tes König­reich auf diese Welt kommt

Die nächste King­dom Come Night ist am 18.11.2017 um 19.30Uhr in der Equip­pers Frie­dens­kir­che Zürich, Hir­schen­gra­ben 52, 8001 Zürich.
Mehr zum Event gibt‘s hier.

Autor: Michael Lüscher